Venedig gehört sicher zu den meist fotografierten Städten der Welt. Über 33 Millionen Besuchende per anno fotografieren die prächtigen Bauten und Kanäle der Serenissima in Millionen von Aufnahmen. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt C. E. Braun bei seinen Reisen nach Venedig. Der Fotograf nutzt das mehrmals im Jahr aufkommende Hochwasser in der Stadt, um die Spiegelungen markanter Gebäude abzulichten. Unmittelbar nach Sonnenaufgang konterkariert Braun die Sichtweise auf die Paläste und Kirchen. Ihm dienen Pfützen und Windstille, um in Bruchteilen von Sekunden den richtigen Moment zu finden und eine Parallele zur realen Existenz zu zeigen – Spiegelungen als Sinnbild der Vergänglichkeit.